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storm i Ruohtesvágge

upload: 14.02.2016

Die Zeichen stehen auf Sturm. Genau wissen wir es nicht, seit gut 10 Tagen haben wir keinen Wetterbericht gelesen oder gehört, aber alles deutet darauf hin. Zwar scheint die Sonne hin und wieder, jedoch ziehen immer mehr Cirren über den Himmel, es wird insgesamt zunehmend milchiger. Der Wind hat schon stark aufgefrischt, eiserne Schneedrift jagt in einem fort über das Fjäll im schwedischen Hochgebirge.

Bald erreichen wir den Scheitelpunkt im Ruohtesvágge ( vágge = Tal ), den höchsten Punkt unserer Tour auf etwa 900 m üNN. Als Mitteleuropäer oder gar Alpenländler kann man über diese 900 m fast lächeln, aber nördlich des Polarkreises hat man es hier mit arktischen Verhältnissen zu tun. Es wächst kein Kraut mehr. Na ja, vielleicht einige Grashalme oder ein paar Flechten. Oftmals ist es so stürmisch, dass schon auf kleinen Erhebungen im Gelände den ganzen Winter über kein Schnee liegen bleibt, weil er sogleich hinfort geweht wird.

Es ist absolut faszinierend im Angesicht eines heran nahenden Sturms hier zu sein, wobei auch ein leicht mulmiges Gefühl mitschwingt. Jetzt nur nicht den Tourenpartner verlieren, die Sicht kann schnell auf Null sinken. Schnell ein paar Bilder machen und dann weiter. Wir werden versuchen noch einige Höhenmeter bergab zu gehen, um irgendwo einen etwas geschützteren Platz für die Nacht zu finden ...

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